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KI-Studie 2021 zu Künstlicher Intelligenz

KI-Report 2021: Zum Status von KI in D-A-CH – die große adesso-Studie

Pläne, Prognosen und Projekte rund um Künstliche Intelligenz

Wenn Sie knapp 1.000 Verantwortlichen in Unternehmen eine Frage über KI stellen könnten, was würde Sie interessieren? Wie weit die KI-Projekte schon gediehen sind? Wo sie die größten Hürden in ihren Unternehmen sehen? Welches Potenzial sie der Technologie langfristig zutrauen?

Im Januar und Februar 2021 führten wir gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Heute und Morgen GmbH eine Umfrage unter Unternehmensentscheidern und -entscheiderinnen sowie Endkunden und -kundinnen aus der D-A-CH-Region durch. Jeweils rund 1.000 Unternehmensverantwortliche und Endkunden/-kundinnen nahmen an der Online-Umfrage teil.

Auf Basis dieser Zielgruppenaussagen wollen wir ein detailliertes Bild der KI-Ist-Situation zeichnen. Wie sehen Erwartungen und Abneigungen aus? Welche Pläne haben Unternehmen, welche Hoffnungen die Privatpersonen? Wie schätzen die Befragten die KI-Aufstellung der eigenen Organisation oder des eigenen Landes ein?

Fazit: Optimismus auf der einen, durchwachsene Stimmungslage auf der anderen Seite

Die Umfrage unter Unternehmensverantwortlichen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern ergibt ein zwiespältiges Bild der KI-Situation: Einerseits stehen beide Gruppen KI-Technologien offen gegenüber. So lassen sich bei den Privatpersonen weniger Bedenken und Vorurteile feststellen, als die Berichterstattung in den Medien vermuten ließe. Die Angst vor dem KI-bedingten Jobverlust ist gering (22 Prozent), die Hoffnung auf persönliche Vorteile durch den KI-Einsatz groß (64 Prozent).

Entscheiderinnen und Entscheider in Unternehmen sind nahezu ausnahmslos von der hohen Bedeutung der Technologien für den wirtschaftlichen Erfolg überzeugt. Andererseits erkennt die Mehrheit der Verantwortlichen, dass KI noch in den Anfängen steckt (70 Prozent). Die Mehrheit der Unternehmen schöpft die Potenziale nicht im großen Maßstab aus.

Dies zeigt sich auch bei der Analyse möglicher KI-Anwendungsfälle: Der Anteil der Unternehmen, die KI-Projekte bereits umsetzten, hält sich quer durch alle abgefragten Szenarien in Grenzen. Am weitesten verbreitet sind hier Anwendungen, die auf dem Erkennen und Verstehen natürlicher Sprache basieren.

Der Schwerpunkt der Umfrage unter Kundinnen und Kunden lag auf dem Thema Chatbots. Auch hier ist die positive Grundeinstellung gegenüber KI zu erkennen: Der Großteil der Personen, die bereits Erfahrung mit Chatbots haben, bewertet die Gespräche in Summe positiv (62 Prozent). Auch die Bereitschaft, Chatbots zu nutzen, ist hoch – schwankt aber stark mit dem Anwendungsfall. Als Berater beim Online-Einkauf kommen sie für viele infrage, als Assistenten bei der Geldanlage nur für eine Minderheit.

Unternehmen können beim Einsatz von Chatbots im Kundenservice mit einer hohen Akzeptanz bei Kundinnen und Kunden rechnen. Aber es gilt, den Anwendungsfall weise zu wählen – und an der Tiefe des Informationsangebots zu arbeiten. Der Aussage „Der Chatbot weiß zu wenig“ stimmen über 60 Prozent der Befragten zu.

Blick auf die Länder

Die Analyse auf Landesebene offenbart große Unterschiede in der Bewertung der KI-Aufstellung des eigenen Landes: In Deutschland bewerten 68 Prozent der Entscheiderinnen und Entscheider die KI-Situation mit mittelmäßig oder schlecht. In Österreich teilen immerhin noch 55 Prozent diese negative Einschätzung. Deutlich positiver bewerten die Verantwortlichen aus der Schweiz die Situation ihres Landes (mittelmäßig oder schlecht: 39 Prozent).

Blick in die Cloud

Knapp 60 Prozent der Befragten setzen im KI-Umfeld auf Cloud-Technologien. Diese Angebote setzen sich im großen Maßstab durch. Beim Blick auf die Vorteile der Cloud-Nutzung sind sich die Entscheiderinnen und Entscheider einig: Das Beziehen vorkonfigurierter KI-Anwendungen ist für 76 Prozent das zentrale Argument. Aber eine Angst schwingt bei vielen Verantwortlichen mit: in Abhängigkeit von einem Cloud-Anbieter zu geraten. Diese Befürchtung haben über 60 Prozent der Befragten.

Die ganze Studie finden Sie unter https://ki.adesso.at/at/KI-Studie.html.

*Hörtipp:

KI kriegt keinen Grundschulabschluss hin, Computerwoche-Podcast „Künstliche Intelligenz“ vom 10.2.2021 mit Prof. Dr. Volker Gruhn, KI-Experte und Aufsichtsratsvorsitzender von adesso.

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