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Modernes Innovationsmanagement bedeutet viel mehr als nur Technik

Innovationsmanagement kann in der heutigen Zeit nicht mehr als ein starr zu befolgender Prozess verstanden werden. Vielmehr spielen Faktoren wie die Unternehmenskultur und das Öffnen der Prozesse zu externen Akteuren und Partnern eine wichtige Rolle. Die immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen erfordern, neben der Neugestaltung der Herangehensweise, eine neue Form der Zusammenarbeit. Zeitaufwendige und detaillierte Recherche- und Evaluationsarbeiten fallen weg und machen den Weg frei für versuchsorientierte Ansätze, an denen die beteiligten Parteien gemeinsam arbeiten. Ebenfalls gewinnen zeitlich begrenzte Abstimmungsrunden in kurzen Intervallen und ein gemeinsames sowie zeitgleiches - jedoch ortsunabhängiges Arbeiten - immer mehr an Bedeutung.

Ihr stimmt uns sicherlich zu, dass es eine Herausforderung ist, diese Änderungen in eine technisch passende Lösung zu bringen und dabei die jeweils individuellen Unternehmensbedürfnisse, sowohl fachlicher als auch kultureller Art, zu berücksichtigen.

Auf die Mischung kommt es an – aus der Vielfalt das Passende auswählen und richtig dosieren

Jedes Unternehmen differenziert sich hinsichtlich seiner Vision, Strategie, Produkte, Marktanteile sowie der eigenen Kultur – das wird in eurem Unternehmen sicherlich nicht anders sein. Vergleicht ihr einmal das Innovationsmanagement mit der Herstellung eines Kuchens, könnt ihr folgende Analogie entdecken: Jeder Kuchen ist anders und dementsprechend werden unterschiedliche Zutaten benötigt. Die richtigen Zutaten müssen dann in der richtigen Menge vermischt werden, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Das gleiche Prinzip gilt auch, wenn ihr in eurem Unternehmen eine gebrauchsfähige und zufriedenstellende Plattform haben möchtet. Für das erfolgreiche Betreiben von Innovationsmanagementlösungen solltet ihr daher vor allem die folgenden fünf Aspekte bei der Auswahl und Implementierung berücksichtigen:

Schafft eine hohe User Experience

Egal ob Unternehmensleitung, Führungskraft oder Mitarbeiter - letztendlich kann eine Lösung nur dann erfolgreich etabliert werden, wenn es gelingt, die Masse des Unternehmens gezielt einzubinden. Dazu zählen auch Kunden und Partner, die als wertvolle Ressourcenquelle in den Prozess involviert werden. Das Nutzererlebnis sollte dementsprechend durch die neuen Funktionen überzeugend, lohnend und unterhaltsam gestaltet sein.

Identifiziert eure wesentlichen Ideen

Welche Innovation bringt ein Unternehmen wirklich voran? Diese Frage muss im Vorfeld geklärt werden. Eine Reihe von Risikofaktoren – dazu zählen lange Entwicklungszeiten, ein geringer Kundennutzen sowie fehlende Informationen über Märkte und deren Bedürfnisse - können aus einer Innovation eine Fehlinvestition machen. Daher besteht eine wichtige Aufgabe darin, eine Innovationsidee im Vorfeld auf ihr wirtschaftliches Potential zu prüfen.

Organisiert eure Ideen zur Innovation

Prozess- und Arbeitsabläufe sind ein wesentlicher Bestandteil in jeder Organisation. Sie müssen funktionieren, um die Effektivität des Unternehmens zu steigern. Genauso verhält es sich bei einer Idee auf ihrem Weg zu einer wirklichen Innovation: Die Prüfung der Idee durch Fachabteilungen oder die Freigabe durch das Management muss auf schlanke Art und Weise erfolgen. Jede Plattform sollte daher über einen etablierten und vor allem smarten Mechanismus zur Abstimmung, Koordination und Überprüfung verfügen.

Seid immer auf Höhe des Geschehens

Ein wesentlicher Aspekt eines erfolgreichen Innovationmanagements ist es, alles Wesentliche im Blick zu behalten. Daher ist die übersichtliche und intelligente Darstellung aller relevanten Informationen ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Dabei bedarf es insbesondere einer adressatenspezifischen Darstellung, mit der die individuellen Informationsanforderungen erfüllt werden können.

Nutzt fachliches und technisches Expertenwissen

Neben den bereits genannten Anforderungen nimmt die Auswahl des jeweiligen Implementierungspartners eine entscheidende Rolle ein. Da die am Markt verfügbaren Lösungen in der Regel den allgemeinen Anforderungen an ein Innovationsmanagement entsprechen, existieren hier keine großen Differenzierungsmerkmale. Allerdings können diese Lösungen nicht alle individuellen Bedürfnisse erfüllen. Genau hier ist das Expertenwissen von Anbietern einer Innovationsmanagementlösung von entscheidender Bedeutung. Im Vorfeld sollte daher berücksichtigt werden, dass die neue Lösung individuell geplant werden muss und zwar mit allen fachlichen und technischen Anforderungen.

KI als entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Innovationsmanagement

Neben den oben genannten Anforderungen hat das Thema „Künstliche Intelligenz“ einen besonderen Stellenwert. Eine Kombination aus marktführenden Werkzeugen zur Teamzusammenarbeit mit Lösungen zur intelligenten Erfassung und kognitiver Bewertung von Innovationen könnte hier einen vielversprechenden Lösungsansatz bieten. Schließlich verdeutlicht die prognostizierte Entwicklung im Bereich der KI, dass diese Technologie ein elementarer Bestanteil unserer Gesellschaft sein wird. Die folgende Grafik zeigt, wie sich KI in den kommenden Jahren als „Innovationsbeschleuniger“ entwickeln kann.

Wie im ersten Teil der Grafik zu erkennen ist, können mithilfe von KI wesentliche Aspekte des Innovationsmanagements verbessert und Unternehmen wettbewerbsfähiger gemacht werden. In den folgenden Punkten möchten wir euch die bereits heutige Relevanz von KI etwas ausführlicher erläutern:

Intelligentes Erfassen der Idee

  • Ein geräteunabhängiges Erfassen der Ideen – beispielsweise durch Umwandlung von Sprache in Text per APP
  • Eine KI-gestützte Interpretation eingespielter Inhalte – beispielsweise Fotos
  • Eine automatische Bewertung der eingebrachten Ideen durch linguistische Verfahren und Dubletten-Check
  • Ein erstes KI-gesteuertes Scoring und damit verbundene Maßnahmenvorschläge für den weiteren Prozess

Kognitive Unterstützung bei der gemeinsamen Arbeit an einer Idee

  • Eine KI-gestützte und automatisierte Bereitstellung der neuen Ideen, Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse in einer zentralen Arbeitsumgebung
  • Eine intelligente und branchenspezifische Datenanalyse externer Quellen als Ergänzung
  • Der Einsatz von KI, um zwischen wirtschaftlich relevanten Ideen und dem Grundrauschen trennen zu können

Auswertungen

  • Eine adressatengerechte Darstellung aller relevanten Informationen über den gesamten Innovationslebenszyklus
  • Eine automatisierte Aus- und Bewertung der eingereichten Ideen
  • KI-gestützte Verbesserungsvorschläge für zukünftige Ideen und Innovationen

Unternehmen sind in immer kürzeren Abständen auf Innovationen angewiesen. Um bei immer schnelleren Entwicklungszyklen die Nase weiterhin vorn zu haben, benötigt ihr eine Lösung, die KI als zentralen Bestandteil versteht. Versucht ihr, die Masse an Informationen auf herkömmliche Weise zielgerichtet und strukturiert zu verarbeiten, wird es nicht mehr ausreichen und ihr werdet von der Konkurrenz überholt. Ohne den Einsatz von KI steigt das Risiko, dass eure entscheidenden Ideen und die damit verbundenen Innovationen nicht wahrgenommen werden. Eine gut durchdachte Plattform mit den Vorteilen von intelligenten Services bildet also das Rückgrat von nachhaltigen Innovationsprozessen. Dazu müsst ihr nicht alles neu erfinden oder alles für viel Geld neu anschaffen. Vielmehr könnt ihr hier auf bereits im Unternehmen bestehende Lösungen zur Zusammenarbeit zurückgreifen und diese um Elemente aus dem Bereich der KI ergänzen.

Fazit

Wie ihr gesehen habt, gibt es einiges, was ihr für den Betrieb eines erfolgreichen Innovationsmanagements beachten müsst. Da es kaum noch möglich ist, die Masse an Informationen auf herkömmliche Weise zielgerichtet und strukturiert zu verarbeiten, solltet ihr in diesem Kontext über den Einsatz von KI nachdenken – schließlich könntet ihr bereits heute schon mithilfe von KI wesentliche Aspekte eures Innovationsmanagements verbessern.

Ihr interessiert euch für das Thema KI und möchtet erfahren, was adesso in diesem Bereich umsetzt? Dann werft einen Blick auf unsere Website.

Abbildungsnachweis:
Künstliche Intelligenz als Innovationsbeschleuniger, pwc, S.7

Autor: Alexander Beißner und Dirk Strauß

Alexander Beißner und Dirk Strauß betreuen die Partnerschaft im Microsoft-Bereich.

Kategorie:

Methodik

Schlagwörter:

Innovationsmanagement

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