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Menschen von oben fotografiert, die an einem Tisch sitzen.

Die Bedeutung der Zertifizierungen für Salesforce Consultants

Worauf freut sich eine Absolventin oder ein Absolvent nach der Zeugnisübergabe am meisten? Sicher auf die Abschlussparty, das erste Gehalt, bezahlten Urlaub und die Freiheit von endlosem Prüfungsstress und Tests. Nur kurze Zeit später folgt dann das Erwachen: Auch im Berufsleben gehören Akkreditierungen und Zertifizierungen oftmals zum Alltag. Besonders trifft das auf das IT-Umfeld und in unserem Fall die Salesforce-Beratung zu. Die Salesforce-Plattform bietet zu zahlreichen Themengebieten eine große Anzahl an Produkten und damit zu erlernenden Fähigkeiten. Um Expertin oder Experte zu werden und die eigene Karriere voranzutreiben, sollte man jährlich ein paar neue Zertifizierungen anstreben. Das gilt insbesondere für Berufseinsteigende.

Eine typische Salesforce-Zertifizierung besteht aus 60 bis 65 Multiple-Choice-Fragen, die man innerhalb von 90 Minuten beantworten muss. Aber wie findet man neben der Projektarbeit noch Zeit und Kraft für den Wissensaufbau? In unserem Blog-Beitrag erfahrt ihr verschiedene Tipps und Tricks, damit ihr nachhaltig und langfristig lernen und dabei auch noch Spaß haben könnt.

Tipp 1: Fragt erfahrene und zertifizierte Kolleginnen und Kollegen

Der Tipp kann trivial wirken, nichtsdestotrotz ist er essenziell. Gerade am Anfang eurer Karriere ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die angestrebte Zertifizierung von euren Kolleginnen und Kollegen bereits bestanden wurde. Fragt eure Teamleitung, wer passende Zertifizierungen erworben hat, und geht auf die Person zu. Ob beim Kaffeeklatsch in der Küche, in der Mittagspause, beim Abendbier oder einem Firmenevent – seid nicht schüchtern. Euer Gegenüber weiß ganz genau, womit ihr gerade kämpft, und kann euch im besten Fall – wie bei uns schon öfter geschehen – Tipps geben, die für das Bestehen der Prüfung ausschlaggebend sind. Informationen darüber, welche Themen schwieriger sind, als man denkt, welche Fragen häufig vorkommen, welche Website glaubwürdige Testfragen hat, wo man im unternehmenseigenen Intranet passende Artikel findet – all das liefert euch wertvolle Einblicke, wohin ihr eure Aufmerksamkeit lenken solltet. Und: Fragen kostet nichts!

Tipp 2: Setzt euch ein klares Ziel für die Prüfung

Wir empfehlen, ein Datum festzulegen und sich für die Prüfung anzumelden, sobald man sich für eine konkrete Zertifizierung entschieden hat. Das hilft, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Zeit man bis zum Stichtag hat, und die Aufgaben zu priorisieren. Dadurch schiebt ihr das Lernen nicht auf die lange Bank.

Tipp 3: Greift zu verschiedenen Ressourcen

Nutzt bei der Vorbereitung so viele verschiedene Ressourcen wie möglich. Eine der ersten Anlaufstellen ist der Anbieter der Zertifizierungen. Dort findet man in der Regel eine Hilfeseite und darüber hinaus oftmals sogar Webinare, Podcasts und eine Community, die sich zu den Themen austauscht. Im Fall von Salesforce heißt die Lernplattform Trailhead und bietet einige Hilfestellungen. Auch YouTube ist kein reiner Unterhaltungskanal – hier lohnt es sich, nach den Videos zu eurer Prüfung zu suchen. Probetests im Internet bieten gleich zwei Vorteile: Man hat die Möglichkeit, sein Wissen auszutesten, und gleichzeitig wird man auf die Prüfungssituation vorbereitet. Dabei gilt: Alle Quellen müssen glaubwürdig sein. Fragt am besten eure erfahrenen Kolleginnen und Kollegen nach guten Quellen für die Prüfungsvorbereitung.

Tipp 4: Bringt Ordnung in euer Wissen

Zu Beginn haben wir uns darauf verlassen, dass wir das Lernmaterial auf der Salesforce-Lernplattform Trailhead und aus weiteren Quellen verstanden haben, und dachten, dass wir uns alles merken können! Nach einem Informations-Overload wurde uns klar: Wir müssen einen Ort schaffen, wo wir uns die Informationen abspeichern und noch mal selbst aufbereiten können. Beispielsweise geben Mindmaps – sowohl digital als auch auf Papier gemalt – in kurzer Zeit einen guten Überblick über das Thema. Den zeitlichen Aufwand für eine Mindmap sollte man nicht unterschätzen. Dadurch hat man sich das Material aber noch mal selbst erarbeitet und es sortiert, was zu einem besseren Einprägen beitragen kann.

Tipp 5: Learning by Doing

Der schnellste Weg, sich in ein Thema einzuarbeiten und sich damit vertraut zu machen, ist, das Gelernte direkt anzuwenden. Auch wenn Lernmaterial in Form von Videos oder User-Guides verständlich und nachvollziehbar wirkt, lernt man am meisten, wenn man sein Wissen in einer Testumgebung direkt anwendet. Denn Lesen und Lernen ist anders, als Features selbst zu implementieren. Bei adesso werden diverse Testumgebungen zur Verfügung gestellt, um schwierige Fälle vorab durchspielen und damit am Ende im Kundenprojekt schneller agieren zu können.

Tipp 6: Präsentiert eure Learnings

Fragt euch selbst: Versteht ihr die Plattform, die Produkte und die Funktionalitäten? Könnt ihr anderen erklären, warum ein Asset mit dem anderen verknüpft ist und in welchen Situationen die bestimmten Features verwendet werden sollen? Um euch selbst zu testen, präsentiert eure Learnings euren Kolleginnen und Kollegen, jemandem aus der Partner-Community oder aus eurem Freundeskreis. Wir hatten beispielweise wöchentlich zwei Meetings zu unterschiedlichen Themen bei adesso: einmal mit unserer Patin oder unserem Paten und einmal mit einer anderen Beraterin oder einem Berater aus der Salesforce-Partner-Community. Außerdem werden bei uns intern monatlich in einem Lunch & Learn Call die Erkenntnisse und Erfahrungen des Monats präsentiert. So tauschen wir uns zu Neuigkeiten aus dem Salesforce-Kosmos aus. Auch hier ist die Aufbereitung unserer Erkenntnisse in Präsentationen hilfreich, um ein noch besseres Verständnis dafür zu gewinnen.

Tipp 7: Zeitmanagement

Einer der wichtigsten Bausteine in den Vorbereitungen auf Prüfungen, Weiterbildungen und Zertifizierungen ist das Zeitmanagement. Rechnet vorab aus, wie viel Zeit ihr pro Woche investieren könnt, und blockt diese Zeit in eurem Alltag. Egal, welchen Kalender ihr bevorzugt – Outlook, eine App auf deinem Smartphone oder einen Papierblock –, er sollte euch lediglich daran erinnern können, wann ihr mit dem Lernen beginnt. Findet die Zeiten, in denen ihr am effizientesten seid. Bei adesso werden wir unterstützt, die Vorbereitung auf Zertifizierungen in unseren Arbeitsalltag zu integrieren. Es wird auf die Auslastung geachtet und gemeinsam mit der Führungskraft bestimmt man ein gesundes Tempo.

Tipp 8: Motivation nach dem langen und anstrengenden Tag

Jeder Mensch ist anders. Was die eine Person motiviert, kann die andere unter Druck setzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ihr darauf achtet, was eure Motivation am effektivsten unterstützt. Aus unserer Erfahrung sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Abwechslung für eure Umgebung: Nach einem langen Tag am Schreibtisch lohnt es sich, den Platz zu wechseln. Beantwortet die Testfragen auf eurem Smartphone – beispielsweise auf dem Sofa liegend und mit einem Getränk in der Hand. Oder draußen auf einer Parkbank. Nehmt eine räumliche Veränderung vor, um eine neue Perspektive zu gewinnen.
  • Geht achtsam mit euch um und gebt euch selbst Raum für Pausen: Bei adesso wurde dafür das MIND-Programm aufgesetzt. Hier könnt ihr an regelmäßig stattfindenden Kursen teilnehmen, die euch beim Fokussieren oder sogar Meditieren helfen, um dann mit neuer Kraft in die nächste Aufgabe zu starten.
  • Behaltet eure Ziele im Blick: Ihr legt eine Prüfung nicht dafür ab, um am Ende ein Zertifikat in der Hand zu halten. Eine Zertifizierung ist ein Weg zu einem größeren Ziel – höhere Qualifikation, Aufstiegschancen, spannende Projekte, mehr Einsatzmöglichkeiten und Unterstützung eures Teams. Erinnert euch täglich daran, warum ihr diese Zertifizierung anstrebt.

Fazit

Zum Schluss möchten wir euch mitgeben, dass es nicht tragisch ist, wenn bei einer Prüfung nicht alles glattläuft und ihr die Zertifizierung beim ersten Mal nicht besteht. Das ging schon vielen vor euch so und daraus lernt man fürs nächste Mal. Nutzt die Chance, es beim nächsten Anlauf (in der Vorbereitung) besser zu machen.

Wir sind froh über die Unterstützung, die wir von unserem Team und von adesso bekommen. Wir glauben daran, dass ihr mit unseren acht Tipps auf eurem Weg zur erfolgreichen Zertifizierung euer Ziel entspannter erreicht.

Ihr schafft das!

Bild Iuliia Sidorenko

Autorin Iuliia Sidorenko

Iuliia Sidorenko hat rund vier Jahre Erfahrung als Salesforce Consultant und ist seit einem Jahr bei adesso tätig. Als Beraterin ist sie überwiegend in großen Projekten unterwegs und dabei ein leidenschaftlicher Salesforce Service Cloud-Fan.

Bild Sitora Sodatkadamova

Autorin Sitora Sodatkadamova

Sitora Sodatkadamova arbeitete zunächst auf Anwendungsseite mit der Salesforce Sales Cloud und Marketing Cloud Account Engagement (aka Pardot). Anschließend entschied sich die Salesforce-Begeisterte dazu, als Salesforce Consultant anderen Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Marketing Automation zu unterstützen.

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