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Enge Zusammenarbeit mit Kunden und Stakeholdern

Scrum stellt die Weichen auf vollständige Transparenz, regelmäßige Inspektion der Arbeit und Vorgänge sowie stetige Adaption. Stakeholder sind nicht nur durch ihre Anforderungen im Projekt präsent. Möglicherweise schreiben sie diese sogar selbst und befinden sich damit im unmittelbaren Austausch mit den Entwicklern. Dadurch können sich Experten miteinander unterhalten und vermeiden den Weg über Dritte. Präzisere Anforderungen und reduzierte Fehlerquoten sind oft das Resultat. Das fixe Review-Meeting am Ende eines jeden Sprints gibt auch den Entwicklern noch einmal die Chance, etwas über den Blickwinkel der Stakeholder zu erfahren. Warum ist diese Einbindung der Stakeholder so wichtig? Für welche weiteren Anforderungen stellt sie die Weichen? Nicht zuletzt können Stakeholder auch als Experten zum Sprint Planning eingeladen werden und so das Entwicklerteam mit ihrem Wissen unterstützen. Die Entwickler identifizieren sich dadurch stärker mit dem Projekt beziehungsweise mit dem Produkt.

Der Prozess selbst ist nicht auf Rechtfertigung und Verteidigung ausgelegt, sondern er soll enge Zusammenarbeit und Expertenaustausch fördern. Häufig führt dieser Austausch bei den Entwicklern zu einem besseren Verständnis der Kundendomäne, einer intensivierten Beratung und einer optimierten Lösungsfindung. Des Weiteren steigt auch die Wertschätzung des Entwicklerteams. Sie können spezialisierte Lösungen vorstellen, diskutieren und sind auch für die Stakeholder sichtbar. So erhalten Entwickler meist mehr positives Feedback, im Vergleich zu distanzierteren Modellen. Wenn Sie noch mehr über die Chancen und Möglichkeiten von Scrum oder Agilität im Generellen erfahren möchten, dann empfehle ich unser neues Whitepaper „Scrum erklärt“. Dort gewinnen Sie einen ersten Eindruck was Scrum ist, auf was Sie sich einlassen und bekommen authentische Beispiele aus dem Alltag eines agilen Dienstleisters.

Mehr Verantwortung und Selbstentwicklung in der Basis

Scrum funktioniert nur durch intensive Selbstgestaltung, erhöhte Verantwortung, breiteres Wissen und aktive Teilnahme am Tagesgeschäft durch die Basis. Die Zusammenarbeit unter Kolleginnen und Kollegen mit dem Kunden ist ein Schlüsselfaktor zum Erfolg. Entwickler sehen, dass sie Vorgänge und Anforderungen beeinflussen können. Aktivität wird begrüßt und gefördert. Dabei bieten sich auch gezielte Chancen zur Weiterentwicklung der einzelnen Individuen an. Reines Abarbeiten bleibt Bestandteil des Alltags, wird jedoch ergänzt durch intensivere Beratung sowie Abstimmung und Optimierung, bei der jede Einzelne und jeder Einzelner seinen Beitrag leisten sollte.

Bereits zu Beginn eines jeden Arbeitszyklus – dem Sprint – geschieht die Planung vor allem unter Leitung des Entwicklerteams. In jedem Scrum-Daily wird dann der aktuelle Fortschritt täglich inspiziert und durch das Team neu justiert. Der Zyklus mündet in der Vorstellung der erreichten Sprintfortschritte im Review-Meeting durch die beteiligten Entwicklerinnen und Entwickler. Die letzte Station eines jeden Sprints ist die Retrospektive, in der selbstkritisch Arbeit, Prozess und Werkzeuge betrachtet werden, damit kontinuierliche Adaption und Verbesserung gewährleistet ist. Das Entwicklerteam ist omnipräsent in Scrum.

Mit Schulungen zu verbesserten Ergebnissen

Die neue agile Herangehensweise findet unter Entwicklerinnen und Entwicklern meist großen Zuspruch, doch nicht jeder Mitarbeitende hat einen identischen agilen Reifegrad und eine hohe Flexibilität. Verantwortung und Beratungsleistung sollte adäquat geschult werden. Dadurch wird nicht nur Scrum etabliert, sondern die Mitarbeitenden auch in zentralen Gesichtspunkten des Alltags weiter professionalisiert. Ein erfahrener Scrum-Master oder Kollegeninnen und Kollegen mit einem hohen agilen Erfahrungsgrad können hier als Multiplikatoren dienen. Wird die Arbeitsatmosphäre in den Teams passend kultiviert, stellt sich oft eine Verbesserung der Ergebnisse ein. Teamgrößen von 3 bis 9 Entwicklerinnen und Entwicklern intensivieren den Fokus und die Sichtbarkeit. Wesentliche Erkenntnisse aus der Teamentwicklung und der Psychologie finden sich im Deckmantel von Scrum wieder und erschaffen so ganzheitlich neue Möglichkeiten und Perspektiven in der Entwicklung und Abarbeitung von Projekten.

Im letzten Teil der Blog-Serie werde ich noch einmal die Scrum-Historie und vor allem das Mindset herausstellen, da es maßgeblich zum Erfolg beiträgt.

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Autor Markus Stroh

Markus Stroh ist Team Manager Web Experience Management und Scrum Master bei adesso.

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